Wahlkampf bedeutet, die kleinsten Fehler der Konkurrenten gezielt für den eigenen Wahlkampf auszuschlachten. Dieses musste ich nun selbst erfahren.

In Kürze:

  • Da ich Gefahr im Verzug gesehen habe, habe ich ein Plakat von einem Mitbewerber abgehangen, welches aus meiner Einschätzung verkehrsgefährdend im Bereich einer Kreuzung hing. Bei dem Mitbewerber habe ich mich hierfür entschuldigt.

  • Vor Ort kam es zu einer Begegnung mit den beiden AfD-Politikern Zielke und Heine, die auf maximale Eskalation gesetzt haben, auch mit körperlicher Gewalt. Am Ende habe ich Anzeige wegen Körperverletzung gegen beide AfD-Mitglieder erstattet.

  • Die beiden Mülheimer AFD Politiker haben die Medien informiert, jedoch die Sachlage dramatisiert und verfälscht. Ausgelöst durch einen Zeitungsartikel in der WAZ, wurde eine Kampagne der Rufschädigung gegen mich geführt. Es wurde suggeriert, ich hätte mit den Plakatzerstörungen in Heißen zu tun.

 

Ich versichere hiermit aufrichtig, das Plakat nicht politisch motiviert abgehangen zu haben, sondern einzig und allein weil ich Gefahr im Verzug gesehen habe und dass es sich nur um dieses Plakat gehandelt hat.

Wie kann ein einzelnes entferntes Plakat politisch motiviert sein? Wer mich in den letzten 9 Monaten verfolgt hat, weiß dass ich mich aufrichtig um politische Inhalte gekümmert habe und keinerlei Motivation für stillose Schlammschlachten habe. In der Stadt hängen inzwischen über 10.000 Plakate. Einige davon zu zerstören macht auch inhaltlich keinen Sinn.

Hier der Vorgang in Gänze:

Was war meine Motivation?

Am späten Dienstagabend war ich mit dem Auto unterwegs, um kaputte Plakate von mir auszutauschen. An einer großen Kreuzung in Heißen fiel mir auf, dass ein Plakat vor einem Fußgängerüberweg die Sicht versperrte. Ich habe in dem Moment die Gefahr gesehen, dass Kinder hier übersehen und angefahren werden könnten. Als Vater von drei kleinen Kindern bin ich für diese Art der Gefahrenstellen besonders sensibilisiert. Ich habe „Gefahr in Verzug“ gesehen und das Plakat abgenommen und mitgenommen, um es am nächsten Tag beim Ordnungsamt zur Abholung zu hinterlegen. Ob es sich bei dem Plakat um das eines Mitbewerbers oder einer Ratspartei handelte, spielte für mich in der Situation keine Rolle. Ich habe mich in einem persönlichen Gespräch mit meinem Mitbewerber für die Situation bei ihm entschuldigt und würde es in einem ähnlichen Fall nun anders machen.

Was hat die AfD damit zu tun?

Ich bin anschließend zum Heißener Markt gegangen, um meine eigenen Plakate zu kontrollieren. Sechs Plakate von mir fehlten dort. Auf dem Rückweg hielt ein silberner Mercedes auf mich zu, zwei Männer stiegen aus, einer mit Glatze und Lederjacke, der zweite holte sofort einen Besen aus dem Kofferraum. Der Mann mit dem Besenstiel als Schlagwaffe in der Hand schrie mich an, ich hätte ihre AfD-Plakate heruntergerissen. Ich erklärte den Männern die Situation, aber an einer sachlichen Klärung der Lage waren sie nicht interessiert. Sie setzten auf maximale Eskalation, auch mit körperlicher Gewalt. Am Ende gab es neben der Anzeige gegen mich auch zwei Anzeigen wegen Körperverletzung gegen die beiden AfD-Mitglieder. Drei Passanten kamen mir zwischenzeitlich zu Hilfe und versuchten die Lage zu deeskalieren, bis die Polizei eintraf.

Nach dem Vorfall stellte sich heraus, dass es sich bei dem AfD-Mitglied mit Besen um den Ruhrparlaments-Kandidat Reinard Zielke handelte. Bei dem anderen Mitglied handelte es sich um Dennis Heine. Herr Heine hat Fotos an dem Abend gemacht, die mit der Quellenangabe „Zielke“ von der WAZ gedruckt wurden.

Die AfD verbreitet nun verschiedene Pressemitteilungen und Videos und Stellungnahmen mit Falschaussagen auf Facebook.

Wie geht es weiter?

Ich lasse mich durch die Rufschädigungen durch die AfD natürlich nicht beirren. Ich konzentriere mich auf unsere Stadt, auf den Wahlkampf, auf die Bürger und auf mein Programm. Ich werde jedoch öffentlich nur noch mit einem unauffälligen Personenschutz auftreten.

Machen Sie sich ihr eigenes Bild und gehen Sie zur Wahl am 13.09.2020.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Abeln

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Hey meine Familie und ich wollen sie gerne alle wählen. Jedoch fehlen mir Informationen.
    Meine Fragen wären: Wie stehen sie zur Polizei? Was wollen sie für die Jugend tun?

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