Zusammenfassung: Ich werde direkt nach meiner Wahl die Leineweberstraße und die Eppinghofer Straße für den Verkehr in beide Richtungen freigeben. Wir starten mit einer Pilotphase. Mit Baustellenampeln und gelben Straßenmarkierungen testen wir die Verkehrsführung. Die Ampelschaltungen werden so lange verbessert, bis der Verkehr flüssig läuft. Der Stadtrat kann dann das Geld für eine dauerhafte Umgestaltung der Straßen freigeben. Bis dahin bleibt die Übergangslösung bestehen.

Einbahnstraße NEIN DANKE!

Leineweberstraße und Eppinghofer Straße

Sofortiger Start der Pilotphase

Direkt nach Amtsbeginn werde ich in einer Pilotphase ohne bauliche Veränderungen die Leineweberstraße für den Zweirichtungsverkehr freigeben, ebenso der Teil der Eppinghofer Straße zwischen Kaiserplatz und Am Löwenhof. Gelbe Markierungen auf dem Boden, einfache Schilder und Baustellenampeln halten die Kosten niedrig. Die Wertgrenze, ab der nur der Stadtrat entscheiden kann, wird nicht überschritten. Eine zeitintensive und langwierige Entscheidungsfindung für den Start der Pilotphase durch den Rat ist dadurch nicht notwendig. Bedeutet: Wir können sofort starten.

In der Pilotphase wird es notwendig sein, Feinjustierungen vorzunehmen. Der Teufel steckt wie immer im Detail. Ich bin mir aber sicher, dass wir eine Lösung finden werden ohne im Stau zu versinken. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Ein paar Beispiele:

Linksabbieger

Aus baulichen Gründen wäre ein Abbiegen von der Leineweberstraße nach links in die Friedrichstraße Richtung Ev. Krankenhaus aktuell nicht möglich. Hier stehen die Pfosten der Oberleitungen sowie Bordsteine und Zäune im Weg. Eine Lösung könnte so aussehen, dass die Richtungen der Einbahnstraßen Ruhrstraße bis Delle und Delle bis Friedrichstraße umgedreht werden. Dann könnte vor der Kreuzung Ruhrstraße/Schollenstraße der linke Fahrstreifen Richtung Schlossbrücke zum Linksabbieger werden.

Um den Fluss auf der Leineweberstraße Richtung Schlossbrücke möglichst aufrecht zu erhalten und die Straßenbahnen nicht zu beeinträchtigen, wäre folgende Regelung denkbar:

Die Ampel am Berliner Platz zeigt nur Rot, wenn eine Straßenbahn entgegenkommt und zur Haltestelle Stadtmitte abbiegt. Die beiden aus der Friedrichstraße kommenden Spuren werden auf eine verengt und auf die linke Spur Richtung Schlossbrücke gelenkt. So können Autos aus der Leineweberstraße auf der rechten Spur durchfahren, auch wenn die Fahrzeuge aus der Friedrichstraße Grün haben.

Verkehrsfluss verbessern und Kosten sparen durch Kreisverkehr

Die darauffolgende Ampel zur Kreuzung Schollenstraße/Ruhrstraße wird mit einer Ausnahme ausgeschaltet. Hier dürfte ein Kreisverkehr die bessere Lösung sein, da aus der Schollenstraße nur wenige Fahrzeuge kommen. Wenn dann noch die bestehende Ampel als Zuflussampel in den Kreisverkehr für die Autofahrer geschaltet ist, die von der Schlossbrücke kommen, würde ein Rückstau von der Kreuzung am Berliner Platz in den Kreisverkehr vermieden werden.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass wir mit unseren finanziellen Mitteln sorgsam umgehen müssen. Nicht jede Maßnahme muss gleich Millionen kosten. Mit etwas Kreativität und gutem Willen lässt sich oft eine gleichwertige Lösung finden, die deutlich günstiger ist. So könnte der Kreisverkehr Ruhrstraße/Schollenstraße mit Straßenmarkierungen und Blumenkübeln die gleiche Wirkung entfalten und deutlich günstiger sein als eine Neuanlage des Kreisverkehrs oder eine Aufrüstung der Ampelanlage für die Linksabbieger: kein Aufreißen der Straße, keine Aufpflasterungen, kein neues Teeren der Straßendecke, keine dauerhaften Kosten für die Wartung einer großen Ampelanlage.

Leineweberstraße
Wegen der (entgegenkommenden) Straßenbahn kann hier nur eine Spur genutzt werden (ganz rechts im Bild).

Politische Entscheidung für dauerhafte Umsetzung

Wenn wir so weit sind, dass wir eine dauerhafte Lösung für die Verkehrsführung gefunden haben, ist der Stadtrat dran: Den Austausch der Baustellenlösung gegen eine dauerhafte kann nur der Stadtrat beschließen. Bis dieser grünes Licht gibt, wird die gefundene Lösung weitergeführt und weiter evaluiert und optimiert. Sollte der Stadtrat sind nicht zu einer schnellen Entscheidung durchringen, hätte ich kein Problem damit, die Evaluierungsphase zur Not bis zu meinem Amtsende weiterzuführen. Dann sperren wir einmal im Jahr die Straße und veranstalten eine Baustellenparty mit Tischen und Bänken wie damals auf der A40.

Ich möchte alle Parteien und Gruppierungen im Stadtrat dazu auffordern, das Thema Leineweberstraße wieder in ihre politische Agenda aufzunehmen. Die Stadtverwaltung hatte zuletzt 2013 mehrere Szenarien zur Innenstadtverkehrsführung entworfen. Auch diese sollten wir in die Planungen mit einbeziehen.

Pressemitteilung – WAZ/NRZ: (nicht veröffentlicht), Mülheimer Woche: (nicht veröffentlicht)

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